Einzelzeitfahren

Einzelzeitfahren gibt es ja bei jedem größeren Radrennen. Dabei musst du auf die Idee doch erst mal kommen, alleine gegen die Uhr zu fahren. Ich stelle mir das etwa so vor:

Du sitzt abends in deinem Zelt mitten im Nirgendwo der finnischen Wildnis, liest die Wettervorhersage für den nächsten Tag und stellst fest, dass ab dem Mittag Unwetter mit heftigem Regen (Starkregen sagt man ja neuerdings in Deutschland) und Gewittern angekündigt sind. Das wäre ja schon schön, zu diesem Zeitpunkt ein Dach über dem Kopf zu haben. Ein Blick auf die Karte zeigt, der nächste Campingplatz ist rund 70km entfernt. „Da müssen wir morgen aber mal richtig früh los…“

Du stehst am nächsten Morgen also deutlich früher auf als sonst, freust dich über den schnellen Kaffee-Komfort deines Herdkännchens und los geht’s. Dein Blick geht häufig zu dem von Anfang an nicht sehr freundlichen Himmel und nach 35km ist die klar, warum Einzelzeitfahren bei den großen Radrundfahrten mit 40-60km so vergleichsweise kurz sind. Verrückte Idee, so ein Einzelzeitfahren.

PS: Habe das Rennen übrigens gewonnen, sitze trocken in der Küche des Campingplatzes, während es draußen prasselt, trinke ein wohlverdientes Bier und denke an die sonnigen Tage…

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